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Manipulation von Schutzeinrichtungen an Arbeitsmaschinen

Manipulation von Schutzeinrichtungen an Arbeitsmaschinen

Von Arbeitsmaschinen gehen zahlreiche verschiedene Gefahrenquellen aus. So kann es bei Unachtsamkeit zu Quetsch- oder Schnittverletzungen oder sogar zum Verlust einzelner Körperteile kommen. Auch Ausstöße von Schadstoffen bergen teils erhebliche gesundheitliche Risiken. Spezielle Schutzeinrichtungen an Maschinen sollen das Bedienpersonal vor derartigen Gefährdungen schützen. Nichtsdestotrotz manipulieren manche Menschen sie immer wieder. Im schlimmsten Fall mit tödlichen Folgen. Was Mitarbeiter zur Manipulation von Schutzeinrichtungen an Maschinen bewegt und was Arbeitgeber tun können, haben wir für Sie zusammengefasst.

Manipulation von Schutzeinrichtungen an Arbeitsmaschinen

Schutzmaßnahmen an Maschinen sollen eine sichere Bedienung garantieren. Nichtsdestotrotz werden diese immer wieder manipuliert – die Gründe dafür sind vielfältig.

Notwendigkeit von Schutzeinrichtungen

Die europaweit geltende Maschinenrichtlinie 2006/42/EG für die Konstruktion von Maschinen sieht vor, dass man Schutzmaßnahmen ergreifen muss, wenn man von einem Gerät ausgehende Gefährdungen nicht vermeiden kann. Häufig sind dies Schutzzäune oder Abdeckungen, die einen Kontakt mit potenziellen Gefahrenstellen verhindern. Ist ein Zugang zu diesen unumgänglich, sorgen elektrische Schutztüren oder Lichtschranken für die nötige Sicherheit. Diese sind so ausgelegt, dass es beim Öffnen bzw. bei Berührung zum sofortigen Stillstand der Maschinenbewegungen kommt. Auch ein unerwarteter Anlauf kann durch derartige Schutzeinrichtungen vermieden werden.

Gründe für Manipulation von Schutzeinrichtungen

Das Risiko, das beim Arbeiten an einer manipulierten Maschine besteht, ist ausgesprochen hoch. Dennoch scheint es, dass Angestellte dieses unterschätzen oder schlichtweg ignorieren. Manipulationen gehören nämlich nach wie vor zum Arbeitsalltag. Laut einer im Jahr 2005 durchgeführten Studie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DVUG) werden an rund ein Drittel aller Schutzeinrichtungen an Maschinen Manipulationen vorgenommen. Obwohl diese Thematik mittlerweile Bestandteil der öffentlichen Diskussion ist, scheint sich die Einstellung von Herstellern, Händlern und Betreibern nicht geändert zu haben. Noch immer kommt es zu schweren, teils sogar tödlichen Verletzungen, die auf manipulierte Schutzeinrichtungen zurückzuführen sind.

Die Ursachen hierfür sind vielfältig, sind aber zunächst beim Hersteller zu suchen. Schutzeinrichtungen werden nämlich häufig außer Kraft gesetzt, da das Bedienpersonal sie als störend empfindet. Hier muss man sich fragen, ob eine Schutzeinrichtung wirklich unvermeidlich ist, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten, oder ob die Maschine nicht inhärent sicher hätte konstruiert werden können. Auch der Arbeitgeber muss sich in der Verantwortung sehen. Der Zeitgewinn gilt schließlich als häufigster Grund für eine Manipulation. Mitarbeiter sehen sich ohnehin schon mit einem teils enormen Zeit- und Leistungsdruck konfrontiert. Wenn zum Werkstückwechsel das Öffnen einer Schutztür vonnöten ist und man hierfür erst das Aussetzen der Maschinenbewegung abwarten muss, empfinden sie das oft als großen Zeitverlust.

Manipulation von Schutzeinrichtungen an Arbeitsmaschinen

Wer die Manipulation von Schutzeinrichtungen an Arbeitsmaschinen wissentlich zulässt, macht sich strafbar!

Was Arbeitgeber tun können

Wenn Sie als Arbeitgeber die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Angestellten mutwillig gefährden, machen Sie sich strafbar. Zeigen Sie also deutlich, dass Sie Manipulationen von Schutzeinrichtungen in keinster Weise akzeptieren. Nehmen Sie diesen Gedanken auch in das betriebliche Sicherheitskonzept auf. Klären Sie Mitarbeiter über die enormen Sicherheitsrisiken auf. Überprüfen Sie außerdem, ob in Ihrem Betrieb manipulierte Anlagen Verwendung finden. Sollte dies der Fall sein, müssen Sie dafür Sorge tragen, dass betroffene Geräte unverzüglich außer Betrieb genommen werden, bis sicheres Arbeiten wieder gewährleistet ist. Suchen Sie in diesem Zusammenhang auch immer wieder das Gespräch mit Ihren Mitarbeitern. Deren Erfahrungen im Umgang mit den einzelnen Maschinen sowie das Wissen um potenzielle Schwachstellen sind ein gutes Feedback. Dieses stellt insbesondere beim Erwerb neuer Maschinen eine große Hilfe dar, um möglichst sichere und gleichzeitig bedienerfreundliche Modelle auszuwählen.

Wer bei den betrieblichen Einkäufen ausschließlich auf Kostenersparnis aus ist, läuft großes Risiko, sich eine Maschine mit Manipulationsbedarf ins Haus zu holen. Manipulation von Schutzeinrichtungen zu verhindern ist Chefsache. Überlegen Sie sich also, ob Ihnen Gesundheit und Sicherheit Ihrer Angestellten nicht vielleicht doch ein paar Euro mehr wert sind. Die kompetenten Fachkräfte von Bau RS beraten Sie zu diesem Zwecke gerne. Kontaktieren Sie uns telefonisch, per Mail oder persönlich, um zusätzliche Informationen zu sämtlichen Themen der Arbeitssicherheit einzuholen. Wir freuen uns auf Sie!