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LKW-Fahrer-Mangel: Schlechte Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden

LKW-Fahrer-Mangel: Schlechte Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden

Die Vorstellung vom LKW-Fahrer als „Highway Hero“, der entspannt hinterm Lenker sitzt und in schier grenzenloser Freiheit dem Sonnenuntergang entgegenfährt, ist längst überholt. Schon seit einigen Jahren hat die Branche mit einem ernsthaften Imageschaden zu kämpfen, klagen doch immer wieder Berufskraftfahrer über niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die Nachfrage nach LKWs als Transportmittel weiter steigen wird, sollten Logistikunternehmen es sich zur Aufgabe machen, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern, um den Job des LKW-Fahrers insbesondere für Berufseinsteiger attraktiver zu gestalten.

Nachwuchsmangel

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geht davon aus, dass die Nachfrage nach LKWs als Transportmittel bis zum Jahr 2030 um 39% steigen wird. In diesem Fall wird sich die Logistik-Branche mit einem ernsthaften Problem konfrontiert sehen, denn schon heute entscheidet sich kaum ein junger Erwachsener noch dafür, den Weg als Berufskraftfahrer einzuschlagen. Zugleich zeichnet sich der demografische Wandel in diesem Berufsbild besonders deutlich ab: So rechnet das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) damit, dass über ein Drittel der Berufskraftfahrer in den nächsten 15 Jahren in den Ruhestand gehen wird, womit jedes Jahr für knapp 25.000 Fahrer Ersatz gefunden werden müsste. Es rücken jedoch jährlich nur rund 15.000 neue Arbeitskräfte nach, womit die Branche immer weiter ausdünne.

Einen entscheidenden Grund für den Nachwuchsmangel sehen Experten in der Abschaffung der Wehrpflicht. Bei der Bundeswehr hatten junge Menschen die Möglichkeit, den LKW-Führerschein kostenlos zu machen. Die knapp 5.000 Euro, die die Fahrlizenz beim Privaterwerb kosten würde, wollen nur wenige investieren. Das wohl größte Problem liegt jedoch bei den insgesamt schlechten Arbeitsbedingungen, von denen immer wieder die Rede ist – entsprechende Medienberichte lassen den Beruf alles andere als attraktiv erscheinen. Um die Zukunft der Branche zu sichern, ist es somit unerlässlich, die oft hohen Belastungsfaktoren und Gesundheitsrisiken bestmöglich einzudämmen.

Physische und psychische Belastungen

Neben häufig geringen Arbeitslöhnen sehen sich LKW-Fahrer mit diversen physischen Belastungen konfrontiert. So führen Bewegungsmangel, Heben und Tragen schwerer Ladung oder auch die Arbeit mit Gefahrstoffen überdurchschnittlich oft zu Muskel-Skeletterkrankungen und Atmungsproblemen. Auch psychische Belastungen dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Da die Rastplätze wegen des hohen LKW-Aufkommens überfüllt sind, können Fahrer die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten häufig nicht einhalten. Hinzu kommt ein enormer Zeitdruck, der Fahrer unvorsichtig werden lässt, was zum Nichteinhalten von Sicherheitsabständen und mangelnder Ladungssicherung führt. Übermüdete Fahrer, die nicht selten eine 60-Stunden-Woche bewältigen müssen, setzen damit nicht nur ihre eigene Gesundheit aufs Spiel, sondern auch die anderer Verkehrsteilnehmer; Immer wieder kommt es zu schweren LKW-Unfällen.

Stress reduzieren, Wünsche respektieren

Auch wenn der Druck weiter wächst, ist es aus diesem Grund unerlässlich, die Arbeitsbedingungen der Fahrer zu verbessern und den Stress zu reduzieren. Der Einhaltung der Ruhezeiten sollte dabei besondere Beachtung geschenkt werden, denn schon kurze Pausen führen zu verbesserter Konzentrationsfähigkeit und mindern so das Unfallrisiko. Auch die Durchführung von Entspannungstechniken und eine gesunde Ernährung können helfen, Schlafstörungen und anderen Erkrankungen vorzubeugen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die medizinische Versorgung, die im stressigen Alltag des LKW-Fahrers weitgehend auf der Strecke bleibt. Um dem entgegenzuwirken, sollten Fahrern regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchungen angeboten werden, die gut in den Arbeitsalltag integriert werden können. Auch bei der Routenplanung insgesamt ist es ratsam, individuell auf die Wünsche des Mitarbeiters einzugehen und auch Urlaubsage zu berücksichtigen. Denn nur ein gesunder und zufriedener Fahrer stellt langfristig eine Bereicherung für den Betrieb dar.

Für mehr Informationen zu diesem Thema steht Ihnen unserer kompetenten Mitarbeiter gerne zur Verfügung!